Söthstraße

An der Giebelfassade des Hauses in der Söthstraße wurde der alte, schadhafte Spritzputz abgeschlagen und wieder neu hergestellt.
Dieser Putz wird aus einem feinkörnige und dünnflüssigen Mörtel hergestellt, der mit einem Spritzputzgerät mehrmals dünn aufgesprenkelt wird, so dass seine Oberfläche eine Spritzputzstruktur erhällt.
Als Untergrund kommt ein Kalkzementputz zur Ausführung, der lot- und fluchtrecht aufgebracht und anschließend rabotiert wird.
Für diese Art der Putzarbeit ist eine hohe Qualifikation erforderlich. Es entsteht eine gleichmäßige, ebene und rustikal körnige Oberflächenstruktur. Die Putzstrukturen können durch die Kornstärke des Materials, die eingesetzten Spritzputzgeräte mit deren Einstellungen, die Anzahl der aufgetragenen Putzschichten sowie der Spritztechnik des Verarbeiters beeinflußt werden.
Aufgrund von Rüststangen, den eingeschränkten Lichtverhältnissen sowie anderer Umständen ist es bei den Spritzputzen nur selten möglich, eine hundertprozentig einwandfreie Oberfläche zu erhalten.
Früher wurde anstatt des Spritzputzgerätes auch ein Reisigbesen (Besenwurfputz) oder eine Putzhexe ("Laier") verwendet.
Ein einfärben des Putzes wird von den Putzherstellern heute nicht mehr empfohlen, da der Putz oftmals scheckig wird und Anlaß zu Beanstandungen gab, die auch materialbedingt waren. Bei diesem Bauvorhaben wurde der Spritzputz bauseits gestrichen.
Zur Ausführung kam ein Spritzputz der Firma Weber&Broutin.

Stuck Nagel Berlin Spritzputz am Giebel Giebel nach der
Beendingung der Arbeiten

Ausführung der Arbeiten: Juli 2001