Capatect-Akustik-System |
Anwendungsbereich
In Räumen mit starker Halligkeit besteht sehr oft der Bedarf zur Durchführung von Nachhall regulierenden
Maßnahmen. Zur Reduzierung der Nachhallzeit werden in solchen Fällen Systeme mit schallabsorbierenden
Eigenschaften in den betroffenden Räumen angeordnet.
Insbesondere werden hierfür offenporöse und haufwerksporige Materialien eingesetzt, die die eindringende
Schallenergie reduzieren. Die Reduzierung der Schallenergie erfolgt bei der Beschallung durch die Reibung der bei
der Schallausbreitung in Schwingung versetzten Gasteilchen der Luft an den Porenwändungen innerhalb der
offenporösen Struktur.
Systembeschreibung
Das Capatect-Akustik-System besteht im wesentlichen aus einer akustisch wirksamen Akustik-Putzträgerplatte,
welche mit einem offenporösen Putz beschichtet ist. Je nach Applikationstechnik der Putzbeschichtung lassen
sich fugenlos verputzte und schallabsorbierende Flächen erstellen. Die Produkteigenschaften des Akustikputzes
ermöglichen u.a. die Erstellung von glatten, d.h. sehr fein strukturierten Oberflächen, welche die
offenporöse innere Struktur nicht erkennen lassen.
Das Capatect-Akustik-System wird vornehmlich im Deckenbereich eingesetzt, an Innenwänden erst oberhalb mechnaisch
stark belasteter Teilflächen. Es kann auf alle tragfähigen Untergründe aufgebracht werden.
Sytemaufbau
Die Capatect-Akustik-Putzrägerplatte, eine leichte und hochporöse KI40 Mineralwolleplatte der Brandschutzklasse
A2, wird mit der dispersiongebundenen, elastischen Klebemasse mit mineralischen Füllstoffen auf den Untergrund
aufgeklebt. Der Untergrund kann dabei aus Gipskartonplatten, Beton oder Mauerwerk bestehen. Es ist aber darauf zu achten,
daß der Untergrund absolut planeben ist, da man mit dem Akustik-Kleber keine Fehlstellen ausgleichen kann. Auch müssen
die Gipskartonplatten die Lasten des Akustiksystems von ca. 8 kg/m2 aufnehmen können.
Als Oberputz wird der Capatect-Akustikputz fein, eine dispersionsgebundene Putzbeschichtung mit einem hohen Anteil weißen
Marmorkorns als strukturgebenden Füllstoff, dreimal aufgespachtelt. Die erste Putzbeschichtung wurd vollflächig
aufgetragen und mit einer Schweizer Zahntraufel 3 x 3 mm aufgekämmt. Bei der zweiten Putzbeschichtung wird die aufgekämmte
Fläche egalisiert und anschließend mit der dritten Putzschicht fertig geputzt. Standzeiten von mindestens 24 Stunden
müssen zwischen den einzelnen Arbeitsgängen eingehalten werden. Vor jeder neuen Putzschicht muß die Fläche
mit einem großen Schleifbrett mit 24er Korngröße geschliffen werden. Nach dem letzten Putzauftrage darf die
Fläche nicht mehr behandelt werden. Ein nachträgliches Ausbessern der Fläche ist demnach nicht mehr möglich.
Sollten Nacharbeiten notwendig werden, muß die gesamte Flächen nochmals gespachtelt werden. Ein Farbanstrich der Akustikfläche
ist mit diesem System nicht möglich, da die offenporöse Struktur verloren geht und die akustischen Werte nicht mehr erzielt werden.
Capatect-Akustik-System "Baswa"
Bei dem Capatect-Akustik-System "Baswa" handelt es sich um ein fast identisches System, nur das statt des Akustikputzes von der Firma Caparol ein Akustikputz der schweizer Firma Baswa auf die Akustikplatten aufgetragen wird. Bei dem Baswa Akustikputz gibt es zwei unterschiedliche Materialien. Der Akustikputz Baswa 407 dient als Unterputz auf den vorbeschichteten Akustikplatten, während der Akustikputz Baswa Top ein Oberputz ist. Baswa Top ist wesentlich feiner als Baswa 407. Im Gegensatz zum Caparol Akustikputz wird der Putz der Firma Baswa nur zweimal mittels einer Zahntraufel aufgebracht und geglättet. Bei Baswa Top handelt es sich um ein Material, dass reparabel ist, d.h. man kann diese Schicht unter Verwendung von Wasser abscherbeln und eine erneute Schicht Baswa Top auftragen.
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Hallraumvolumen: 196,6 m3
Oberfläche: 209,0 m2
Prüffläche S = 11,25 m2
Raumtemperatur = 14,5 oC
rel. Luftfeuchte = 47%
Datum der Prüfung 14.02.1997
Prüfinstitut: IAB Oberursel
Prüfzeugnis-Nummer:
A 36626/2872IAB03/97
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